Was ist eigentlich normal? Behinderung, psychische Krisen und der Kampf um Selbstbestimmung

Plakat GAGA Veranstaltungen
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Veranstaltungsreihe im KREUZ+QUER

Was bedeutet psychisch krank und psychisch gesund? Was bedeutet behindert und nicht-behindert? Vor 80 Jahren begann in Deutschland die Ermordung von Menschen mit Behinderung, psychischen Problemen und anderen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprachen. Welche Vorstellungen von Behinderung und psychischen Problemen wirken fort? Wie beeinflussen diese unsere Wahrnehmung von uns selbst und von anderen? Kann es uns gelingen, diese Grenzen zu überwinden? Was wäre, wenn wir das Konzept der Behinderung als Defizitmodell aufgeben, wenn psychische Probleme, wenn Behinderung als Teil der Normalität anerkannt wären? 

alle Veranstaltungen im KREUZ+QUER, Bohlenplatz 1, 91054 Erlangen
 

Kontakt: Johannes.Bretting@elkb.de

 

Ausstellung: GAGA – Wahnsinnig kreativ! (13.2.-28.4.2020)
(wegen der vorübergehenden Schließung des KREUZ+QUER kann die Ausstellung derzeit leider nicht besichtigt werden)

GAGA e.V. gibt sich in Erlangen die Ehre mit einem Querschnitt aus den im Atelier entstandenen Werken. Der Verein ist gleichzeitig eine Selbsthilfegruppe für psychisch kranke Kreative, um zu malen und zu gestalten. Im Hinterhaus in der Nürnberger Südstadt treffen sich dreimal in der Woche Mitglieder und auch Interessierte, arbeiten zusammen und tauschen sich aus. Ein- bis zweimal im Jahr stellen sie in Nürnberg, Fürth und Umland ihre Werke an unterschiedlichen Orten vor.

28.04.2020 19.00 Abschlussveranstaltung (mit Führung der Künstler_innen)

 

Film „Alsterdorfer Passion – Die Alsterdorfer Anstalten in Hamburg“ (1.4.2020, 19.00 Uhr)
(abgesagt)

Film (2018, 58 Min.) Regie: Bertram Rotermund und Rudolf Simon

Ausgehend von den Euthanasieverbrechen im Nationalsozialismus zeichnet der Film die Geschichte der Alsterdorfer Anstalten bis in die 80er Jahre nach. Sie wird erzählt über die Berichte aus dieser Zeit von noch lebenden ehemaligen Bewohnern, Mitarbeitern und anderen Dokumenten. Diese lassen die Atmosphäre der damaligen Zeit sichtbar werden. Erst in den 70iger Jahren setzte durch jüngere Mitarbeiter allmählich ein Paradigmenwechsel ein. Es entstanden neue Konzepte in der Behindertenhilfe. Im Zentrum steht nun der Mensch mit Behinderung, der möglichst selbstständig sein Leben mit professioneller Unterstützung entwickeln soll.

 

Film „Die dritte Option“  (20.4.2020, 19.00 Uhr)

Regie: Thomas Fürhaupter – Film (2017, 78 Min.)  - anschließend Filmgespräch mit Vanessa Hartmann

Was tun, wenn man erfährt, dass man ein behindertes Kind erwartet? Ausgehend von dieser Frage entwickelt Thomas Fürhapter seinen komplexen filmischen Essay: “Die dritte Option” setzt Einzelschicksale im Zeitalter von Pränataldiagnostik und Biopolitik in einen radikal gegenwärtigen und gesellschaftspolitischen Zusammenhang. Schicht um Schicht wird der Blick freigeräumt auf grundsätzliche Fragen zu Geburt, Ethik und Norm – so wird das, was nur wenige betrifft, zu etwas, das alle angeht.

 

weitere Veranstaltungen (nicht im KREUZ+QUER)  (wegen der aktuellen Lage abgesagt)

24.03.2020
Podiumsgespräch „Behinderung und sexuelle Selbstbestimmung“
vhs club International, Friedrichstraße 17, Erlangen

17.02. – 13.03.2020
Ausstellung „plötzlich gestorben“ – NS-Rassenhygiene 1933-1945
Rathausfoyer, Rathausplatz 1, Erlangen